Erdsonden-Wärmepumpe in Bern
Die Erdsonden-Wärmepumpe ist die effizienteste Art zu heizen — sie nutzt die konstante Erdwärme aus der Tiefe. Eine Tiefenbohrung (in der Region Bern meist 150 bis 250 m) bringt einen geschlossenen Sole-Kreislauf ins Erdreich, der das ganze Jahr Wärme auf gleichbleibendem Niveau liefert. Kein Aussengerät, kein Aussenventilator, sehr leise.
Brutto ab rund CHF 50'000, nach der höheren Förderung deutlich weniger. Wir planen, koordinieren die Bohrung über unsere Partner und organisieren AWA-Bewilligung, Förderantrag und die Demontage Ihrer alten Heizung.
Für welche Häuser in Bern eignet sich eine Erdsonden-Wärmepumpe?
Die Erdsonden-Wärmepumpe ist die richtige Wahl, wenn Sie auf höchste Effizienz und tiefe Betriebskosten setzen — vorausgesetzt, Ihr Grundstück ist laut Erdsondenkarte zulässig und für das Bohrgerät zugänglich. Sie spielt ihre Stärke vor allem im Neubau und bei grösseren Sanierungen aus, wo ohnehin Erdarbeiten anstehen oder langfristig gerechnet wird. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern ob die Bohrung möglich ist.
Höchste Effizienz gewünscht
Sie wollen die tiefsten Betriebskosten — die Erdsonde nutzt konstante Erdwärme das ganze Jahr.
Grundstück laut Erdsondenkarte zugelassen
Im zulässigen Gebiet der kantonalen Erdsondenkarte ist die Tiefenbohrung möglich — wir prüfen das vorab.
Neubau oder grössere Sanierung
Wenn ohnehin Erdarbeiten anstehen oder das Budget langfristig denkt — die ideale Ausgangslage.
Passives Kühlen erwünscht
Über die Erdsonde lässt sich im Sommer mit minimalem Stromaufwand passiv kühlen.
Ist eine Tiefenbohrung nicht zulässig oder das Grundstück zu eng, ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe der pragmatische Weg. Steht ausreichend Fläche zur Verfügung, kann auch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Flächenkollektoren eine Alternative sein. Welche Leistung Ihr Haus braucht, bestimmt die Heizlastberechnung — nicht das Bauchgefühl.
Vorteile und Grenzen auf einen Blick
Dafür spricht
- Höchste Effizienz der drei Wärmequellen — JAZ 4,0 bis 5,0 dank konstanter Erdwärme das ganze Jahr.
- Kein Aussengerät: sehr leise, kein Aussenventilator, keine Schallthematik mit den Nachbarn.
- Konstante Quelltemperatur — auch an den kältesten Tagen bricht die Leistung nicht ein.
- Passives Kühlen im Sommer mit minimalem Stromaufwand direkt über die Erdsonde möglich.
- Höhere Förderung als bei Luft-Wasser: Bund und Kanton Bern tragen rund CHF 10'000 bis 18'000 bei.
Das sollten Sie wissen
- Höhere Investition als Luft-Wasser — die Tiefenbohrung macht den Unterschied im Preis aus.
- Das Grundstück muss laut Erdsondenkarte zulässig und für das Bohrgerät zugänglich sein.
- Die Bohrung braucht eine Bewilligung des Amts für Wasser und Abfall (AWA) im Kanton Bern.
- Längere Bauzeit: zur Montage von 5 bis 7 Tagen kommen die Bohrtage hinzu.
Was eine Erdsonde voraussetzt
Bevor gebohrt wird, müssen ein paar Dinge stimmen. Wir prüfen sie alle vorab — bevor Sie sich festlegen.
- Was das heisst
- Das Bohrgerät (Lkw-Grösse) muss bis zum Bohrpunkt gelangen und dort sicher stehen können.
- Was das heisst
- Die kantonale Erdsondenkarte muss das Grundstück für Erdwärmesonden freigeben — sie ist verbindlich.
- Was das heisst
- In der Region Bern wird je nach Heizlast und Geologie typischerweise 150 bis 250 m tief gebohrt.
- Was das heisst
- Das Amt für Wasser und Abfall (AWA) erteilt die Bohrbewilligung — wir reichen sie für Sie ein.
- Was das heisst
- Die Bohrung braucht Mindestabstände zu Grundstücksgrenzen, Gebäuden und unterirdischen Leitungen.
| Voraussetzung | Was das heisst |
|---|---|
| Grundstückszugang für Bohrgerät | Das Bohrgerät (Lkw-Grösse) muss bis zum Bohrpunkt gelangen und dort sicher stehen können. |
| Erdsondenkarte-Zulässigkeit | Die kantonale Erdsondenkarte muss das Grundstück für Erdwärmesonden freigeben — sie ist verbindlich. |
| Bohrtiefe ca. 150 – 250 m | In der Region Bern wird je nach Heizlast und Geologie typischerweise 150 bis 250 m tief gebohrt. |
| Bewilligung AWA | Das Amt für Wasser und Abfall (AWA) erteilt die Bohrbewilligung — wir reichen sie für Sie ein. |
| Abstände zu Grenzen / Leitungen | Die Bohrung braucht Mindestabstände zu Grundstücksgrenzen, Gebäuden und unterirdischen Leitungen. |
JAZ, COP und Schallpegel — die Zahlen, die zählen
Eine gut ausgelegte Erdsonden-Wärmepumpe erreicht in der Region Bern eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von rund 4,0 bis 5,0 — und damit deutlich mehr als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Der Grund: Das Erdreich liefert in jeder Sonde eine konstante Quelltemperatur, unabhängig von Wetter und Jahreszeit. Auch an den kältesten Tagen bricht die Leistung nicht ein, weshalb die Stromkosten übers Jahr am tiefsten bleiben.
- Typischer Wert
- 4,0 – 5,0
- Was das bedeutet
- Verhältnis von Wärme zu Strom übers Jahr — höher als bei Luft
- Typischer Wert
- ca. 4,5 – 5,5
- Was das bedeutet
- Wirkungsgrad bei 0 °C Sole, 35 °C Vorlauf
- Typischer Wert
- sehr leise — kein Aussengerät
- Was das bedeutet
- Kein Aussenventilator, nur das Innengerät im Technikraum
- Typischer Wert
- bis ca. 55 °C
- Was das bedeutet
- Grenze für den effizienten Betrieb
| Kennzahl | Typischer Wert | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Jahresarbeitszahl (JAZ) | 4,0 – 5,0 | Verhältnis von Wärme zu Strom übers Jahr — höher als bei Luft |
| COP bei B0/W35 | ca. 4,5 – 5,5 | Wirkungsgrad bei 0 °C Sole, 35 °C Vorlauf |
| Schallpegel | sehr leise — kein Aussengerät | Kein Aussenventilator, nur das Innengerät im Technikraum |
| Vorlauftemperatur | bis ca. 55 °C | Grenze für den effizienten Betrieb |
Werte je nach Modell, Auslegung und Geologie. Orientierung zu Effizienz-Kennzahlen liefert die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz.
Mehr zu Prüfung und Qualitätssicherung bei der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz.
Welche Geräte wir verbauen — markenunabhängig
Wir sind an keinen Hersteller gebunden. Welches Sole/Wasser-Gerät zu Ihrem Haus passt, hängt von Heizlast, Sondenauslegung und Warmwasserbedarf ab — nicht von einem Vertriebsvertrag. Unseren Schwerpunkt legen wir auf Hoval, weil wir diese Systeme bis ins Detail kennen.
- Leistung (EFH)
- 4 – 17 kW
- Aufstellung
- Innen (Sole/Wasser)
- Einordnung
- Unsere Schwerpunktmarke, Steuerung über HovalConnect
- Leistung (EFH)
- 5 – 16 kW
- Aufstellung
- Innen (Sole/Wasser)
- Einordnung
- Bewährte Sole/Wasser-Reihe, sehr effizient und langlebig
- Leistung (EFH)
- 5 – 17 kW
- Aufstellung
- Innen (Sole/Wasser)
- Einordnung
- Hohe Jahresarbeitszahl, leiser Betrieb, App-Steuerung
- Leistung (EFH)
- 4 – 16 kW
- Aufstellung
- Innen (Sole/Wasser)
- Einordnung
- Modulierender Verdichter, integrierter Warmwasserspeicher möglich
| Hersteller / Reihe | Leistung (EFH) | Aufstellung | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Hoval Thermalia | 4 – 17 kW | Innen (Sole/Wasser) | Unsere Schwerpunktmarke, Steuerung über HovalConnect |
| Stiebel Eltron WPE / WPF | 5 – 16 kW | Innen (Sole/Wasser) | Bewährte Sole/Wasser-Reihe, sehr effizient und langlebig |
| Viessmann Vitocal 300-G | 5 – 17 kW | Innen (Sole/Wasser) | Hohe Jahresarbeitszahl, leiser Betrieb, App-Steuerung |
| NIBE S1255 / F1255 | 4 – 16 kW | Innen (Sole/Wasser) | Modulierender Verdichter, integrierter Warmwasserspeicher möglich |
Leistung je nach Modellvariante. Die konkrete Geräteauswahl folgt aus der Heizlastberechnung.
Was kostet eine Erdsonden-Wärmepumpe in Bern?
Eine Erdsonden-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus brutto rund CHF 50'000 bis 90'000 — inklusive Tiefenbohrung, Erdwärmesonde, Gerät, Sicherheitsset, Montage, hydraulischer Einbindung und Inbetriebnahme. Die Bohrung macht den Hauptunterschied zur Luft-Wasser-Wärmepumpe aus. Dafür ist die Förderung höher: Bund und Kanton Bern tragen rund CHF 10'000 bis 18'000 bei, sodass netto oft CHF 40'000 bis 72'000 bleiben.
Die genaue Aufschlüsselung finden Sie auf der Seite Wärmepumpe Kosten, die aktuellen Beiträge im Kanton Bern unter Förderung Kanton Bern.
Bohrung, Bewilligung und Installation — und wer sich darum kümmert
Die Tiefenbohrung führt eine spezialisierte Partnerfirma aus — je nach Bohrtiefe und Geologie dauert sie wenige Tage. Die eigentliche Montage der Wärmepumpe dauert danach 5 bis 7 Arbeitstage. Davor liegen 6 bis 10 Wochen für Heizlastberechnung, Offerte, AWA-Bewilligung, Förderantrag und Material. Eine Erdwärmesonde braucht im Kanton Bern die Bohrbewilligung des Amts für Wasser und Abfall (AWA); ob Ihr Grundstück zulässig ist, zeigt die Erdsondenkarte.
Wir koordinieren alles aus einer Hand — Bohrung über unsere Partner, AWA-Bewilligung und Baugesuch, GEAK, Förderantrag und die Demontage Ihrer alten Heizung. Sie haben einen Ansprechpartner von der ersten Begehung bis zur Inbetriebnahme.
Häufige Fragen zur Erdsonden-Wärmepumpe in Bern
Was kostet eine Erdsonden-Wärmepumpe in Bern?
Im Einfamilienhaus liegt die Brutto-Investition bei rund CHF 50'000 bis 90'000 — inklusive Tiefenbohrung, Erdwärmesonde, Gerät, Montage und Inbetriebnahme. Die Bohrung macht den Hauptunterschied zur Luft-Wasser-Wärmepumpe aus. Nach Förderung von Bund und Kanton Bern (rund CHF 10'000 bis 18'000) und dem Steuerabzug bleiben netto oft CHF 40'000 bis 72'000.
→ Detaillierte KostenübersichtWie tief wird für eine Erdsonde in Bern gebohrt?
In der Region Bern wird je nach Heizlast und Geologie typischerweise 150 bis 250 m tief gebohrt — meist eine oder zwei Sonden. In der Sonde zirkuliert ein geschlossener Sole-Kreislauf, der die konstante Erdwärme nach oben transportiert. Es wird kein Grundwasser entnommen, das System bleibt vollständig geschlossen.
→ Heizlastberechnung verstehenBraucht eine Erdsonde in Bern eine Bewilligung?
Ja. Eine Erdwärmesonde braucht im Kanton Bern eine Bohrbewilligung des Amts für Wasser und Abfall (AWA). Ob Ihr Grundstück überhaupt zulässig ist, zeigt die kantonale Erdsondenkarte. Zusätzlich ist der Heizungsersatz über eBau meldepflichtig. Wir prüfen die Zulässigkeit und reichen Bewilligung und Förderantrag mit unseren Partnern für Sie ein.
→ Baugesuch für die WärmepumpeWie laut ist eine Erdsonden-Wärmepumpe?
Sehr leise. Eine Erdsonde hat kein Aussengerät und keinen Aussenventilator — der Schall, der bei Luft-Wasser-Wärmepumpen für Diskussionen sorgt, entfällt komplett. Im Haus steht nur das Innengerät im Technikraum, vergleichbar leise wie ein moderner Kühlschrank. Es gibt keine Schallthematik mit den Nachbarn.
→ Grenzabstände und Lärmschutz im Kanton BernErdsonde oder Luft-Wasser-Wärmepumpe — was ist besser?
Die Erdsonde erreicht eine höhere Jahresarbeitszahl (4,0 bis 5,0 statt 3,0 bis 4,0) und damit tiefere Betriebskosten, ist aber in der Anschaffung deutlich teurer. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist günstiger und schneller installiert. Für viele Berner Einfamilienhäuser ist Luft-Wasser der pragmatische Weg; bei langfristiger Optik, passendem Grundstück und zulässiger Erdsondenkarte lohnt sich die Erdsonde.
→ Luft-Wasser-Wärmepumpe im VergleichKann man mit einer Erdsonde auch kühlen?
Ja, und das ist einer ihrer grossen Vorteile. Über die Erdsonde lässt sich im Sommer passiv kühlen: Die kühle Sole wird direkt durch das Heizsystem geführt, der Verdichter bleibt aus. Das kostet kaum Strom und senkt die Raumtemperatur um einige Grad. In Kombination mit einer Solaranlage wird der Betrieb noch günstiger.
→ Wärmepumpe mit Solar kombinierenBereit, Ihre Heizung zu ersetzen?
Sagen Sie uns, was für ein Gebäude Sie haben und wie Sie heute heizen. Wir kommen vorbei, rechnen die Heizlast durch und machen Ihnen eine klare Offerte – mit Brutto-Preis, Förderabzug und Netto-Investition. Keine Überraschungen.