WB Wärmepumpe Bern
Bern · Mittelland Markenunabhängig Ehrliche Prüfung

Wärmepumpe im Altbau nachrüsten

Eine Wärmepumpe funktioniert im Altbau, solange die Vorlauftemperatur unter rund 55 °C bleibt. Entscheidend sind die Heizkörper und die Dämmung — nicht das Baujahr. In den meisten sanierten Berner Altbauten ist die Nachrüstung machbar.

Wir prüfen vor Ort, was Ihr Haus wirklich braucht — mit raumweiser Heizlastberechnung und Heizkörper-Check. Und wo eine reine Wärmepumpe nicht passt, sagen wir es ehrlich und zeigen Ihnen die Alternative.

Wärmepumpe an einem nachgerüsteten Altbau in der Region Bern
Vorlauftemperatur
unter 55 °C
Voraussetzungen

Worauf es bei der Nachrüstung im Altbau ankommt

Ein Altbau ist kein Ausschlusskriterium. Ob eine Wärmepumpe passt, hängt von vier Dingen ab: dem Wärmeübergabe-System, der Grösse der Heizkörper, dem Zustand der Gebäudehülle und der daraus folgenden Heizlast. Sind diese stimmig, läuft die Wärmepumpe effizient — unabhängig davon, ob das Haus von 1920 oder 1980 stammt.

Fussbodenheizung ideal

Grosse, niedrige Vorlauftemperatur — die perfekte Basis. Hier ist die Nachrüstung fast immer problemlos.

Grosse Radiatoren ok

Grosszügig dimensionierte Heizkörper geben auch bei tieferer Vorlauftemperatur genug Wärme ab — meist ohne Tausch.

Einzelne Heizkörper tauschen

Wo alte, kleine Radiatoren stören, reicht oft der Austausch weniger Stück — nicht der ganzen Anlage.

Gebäudehülle prüfen

Dämmung, Fenster und Heizlast bestimmen, wie warm das Wasser sein muss — der ehrliche Ausgangspunkt jeder Planung.

Wie warm das Wasser in Ihren Heizkörpern wirklich sein muss, zeigt die Heizlastberechnung — raumweise und ohne Bauchgefühl. Sie ist der ehrliche Ausgangspunkt, bevor wir über Geräte oder Kosten sprechen.

Der entscheidende Faktor

Die Vorlauftemperatur ist der entscheidende Faktor

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizungswasser zu den Heizkörpern fliesst. Je tiefer sie ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Unter rund 55 °C erreicht sie eine gute Jahresarbeitszahl (JAZ). Zwischen 55 und 60 °C funktioniert sie noch, verbraucht aber spürbar mehr Strom. Dauerhaft über 60 °C wird der Betrieb teuer.

Das Gute daran: Die Vorlauftemperatur lässt sich oft senken — durch grössere Heizkörper in wenigen Räumen, einen hydraulischen Abgleich oder eine gezielte Dämmmassnahme. Genau hier setzt unsere Prüfung an. Welche Leistung Ihr Haus braucht, bestimmt die Heizlastberechnung, die genaue Auslegung und Geräteauswahl planen wir im Heizungsbau.

Ehrliche Einschätzung

Wann es funktioniert — und wann nicht

Da funktioniert es

  • Fussbodenheizung im Haus — fast immer ohne weitere Eingriffe nachrüstbar.
  • Moderne oder grosse Radiatoren, die schon bei 50 bis 55 °C genug Wärme abgeben.
  • Gut gedämmte Hülle oder eine geplante Sanierung von Fenstern und Fassade.
  • Bereitschaft, einzelne unterdimensionierte Heizkörper zu tauschen — ein überschaubarer Eingriff.

Da wird es kritisch

  • Die benötigte Vorlauftemperatur liegt auch nach Optimierung dauerhaft über rund 60 °C.
  • Sehr schlechte Dämmung mit hoher Heizlast, ohne dass eine Sanierung geplant ist.
  • Viele kleine, alte Radiatoren, deren Tausch teurer wäre als der erwartete Nutzen.
  • In diesen Fällen sagen wir es ehrlich — und prüfen mit Ihnen eine Hybrid-Lösung statt einer reinen Wärmepumpe.
Heizungsraum mit nachgerüsteter Wärmepumpe in einem Berner Altbau
Heizkörper-Check

Welche Heizkörper für eine Wärmepumpe taugen

Nicht jedes Heizsystem eignet sich gleich gut. Der Heizkörper-Check zeigt vor Ort, was bleiben kann und wo sich der Tausch einzelner Stück lohnt — bevor irgendetwas bestellt wird.

Fussbodenheizung
Eignung für Wärmepumpe
Sehr gut — niedrige Vorlauftemperatur, ideale Voraussetzung für hohe Effizienz.
Moderne / grosse Radiatoren
Eignung für Wärmepumpe
Gut — grosszügig dimensionierte Heizkörper kommen meist ohne Tausch aus.
Alte, kleine Radiatoren
Eignung für Wärmepumpe
Bedingt — geben zu wenig Fläche her. Oft Tausch einzelner Heizkörper nötig, selten der ganzen Anlage.

Eignung je nach Dimensionierung und Raum. Welche Heizkörper bleiben und welche getauscht werden, ergibt sich aus der raumweisen Heizlastberechnung.

Geräte

Welche Geräte im Altbau Sinn machen — markenunabhängig

Im Altbau zählt vor allem, wie hoch die Vorlauftemperatur sein darf. Wir sind an keinen Hersteller gebunden und wählen das Gerät nach Ihrem Haus aus — nicht nach einem Vertriebsvertrag. Unseren Schwerpunkt legen wir auf Hoval, weil wir diese Systeme bis ins Detail kennen.

Hoval Belaria
Leistung (EFH)
4 – 16 kW
Max. Vorlauf
bis ca. 55 – 60 °C
Einordnung
Unsere Schwerpunktmarke, hohe Vorlauftemperaturen, Steuerung über HovalConnect
Viessmann Vitocal 250-A
Leistung (EFH)
4 – 13 kW
Max. Vorlauf
bis ca. 70 °C
Einordnung
Natürliches Kältemittel R290, gut für höhere Vorlauftemperaturen im Altbau
Stiebel Eltron WPL-A
Leistung (EFH)
5 – 13 kW
Max. Vorlauf
bis ca. 65 °C
Einordnung
Inverter-Technik, sehr leise, bewährt in der Sanierung
NIBE S2125 / F2120
Leistung (EFH)
5 – 16 kW
Max. Vorlauf
bis ca. 58 – 65 °C
Einordnung
Hohe Jahresarbeitszahl, App-Steuerung, gute Modulation

Werte je nach Modellvariante und Auslegung. Die konkrete Geräteauswahl folgt aus der Heizlastberechnung.

Wirtschaftlichkeit

Wann sich die Nachrüstung lohnt — und wann nicht

Lohnen tut sich die Nachrüstung dann, wenn Ihr Haus die nötige Wärme bei einer Vorlauftemperatur unter rund 55 °C bekommt — oder mit dem Tausch weniger Heizkörper dorthin gebracht werden kann. Dann ersetzt die Wärmepumpe Öl oder Gas sauber, läuft effizient und ist förderfähig.

Wo die Heizlast sehr hoch bleibt und eine Sanierung der Gebäudehülle nicht ansteht, ist eine reine Wärmepumpe nicht der richtige Weg — das sagen wir Ihnen offen. In solchen Fällen ist eine Hybrid-Wärmepumpe oft die bessere Wahl: Die Wärmepumpe deckt den Grossteil des Jahres ab, der bestehende Kessel springt nur an den kältesten Tagen ein. So bleibt die Investition überschaubar und der Betrieb effizient.

Kosten & Förderung

Was kostet die Nachrüstung im Altbau?

Die Wärmepumpe selbst kostet im Einfamilienhaus brutto rund CHF 35'000 bis 60'000 — inklusive Gerät, Sicherheitsset, hydraulischer Einbindung, Montage und Inbetriebnahme. Der Tausch einzelner Heizkörper schlägt mit einigen Hundert bis wenigen Tausend Franken zu Buche. Nach Förderung von Bund und Kanton Bern sowie dem Steuerabzug bleiben oft 30 bis 40 Prozent weniger.

Die genaue Aufschlüsselung finden Sie auf der Seite Wärmepumpe Kosten. Welche Wärmequelle und welches System zu Ihrem Altbau passt, klären wir bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe und im Heizungsbau Bern.

FAQ

Häufige Fragen zur Wärmepumpe-Nachrüstung im Altbau

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau überhaupt?

Ja, in den meisten sanierten oder teilsanierten Altbauten. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die Vorlauftemperatur: Bleibt sie unter rund 55 °C, arbeitet die Wärmepumpe effizient. Bei Fussbodenheizung ist das immer der Fall, bei modernen Radiatoren meistens. Wir prüfen das bei der Begehung.

→ Luft-Wasser-Wärmepumpe im Detail

Muss ich für eine Wärmepumpe alle Heizkörper tauschen?

Nein, in den seltensten Fällen. Meist reicht der Austausch einzelner unterdimensionierter Heizkörper — oft nur zwei oder drei in den kritischen Räumen. Welche das sind, zeigt die raumweise Heizlastberechnung. Eine komplette Umstellung auf Fussbodenheizung ist fast nie nötig.

→ So funktioniert die Heizlastberechnung

Bis zu welcher Vorlauftemperatur lohnt sich eine Wärmepumpe?

Effizient ist der Betrieb bis etwa 55 °C. Zwischen 55 und 60 °C funktioniert es noch, die Jahresarbeitszahl sinkt aber spürbar. Dauerhaft über 60 °C wird es teuer — dann prüfen wir ehrlich eine Hybrid-Lösung oder zuerst eine Optimierung der Gebäudehülle.

→ Hybrid-Wärmepumpe als Alternative

Was kostet die Wärmepumpe-Nachrüstung im Altbau?

Im Einfamilienhaus liegt die Brutto-Investition bei rund CHF 35'000 bis 60'000 — inklusive Gerät, hydraulischer Einbindung, Montage und Inbetriebnahme. Der Tausch einzelner Heizkörper kommt mit einigen Hundert bis wenigen Tausend Franken hinzu. Nach Förderung und Steuerabzug bleibt oft deutlich weniger.

→ Detaillierte Kostenübersicht

Wie finde ich heraus, ob mein Altbau geeignet ist?

Über die Heizlastberechnung und einen Heizkörper-Check vor Ort. Wir ermitteln, welche Vorlauftemperatur Ihr Haus bei kalten Tagen wirklich braucht, und prüfen jeden Heizkörper. Erst danach sagen wir, ob die Nachrüstung Sinn macht — und nicht vorher.

→ Heizungsbau und Planung in Bern

Was, wenn die Wärmepumpe nicht passt?

Dann sagen wir es Ihnen — ehrlich und mit Begründung. In Häusern mit sehr hoher Heizlast ist eine Hybrid-Lösung (Wärmepumpe plus bestehender Kessel für Spitzenlasten) oft der wirtschaftlichere Weg. Manchmal lohnt sich auch zuerst eine Dämmmassnahme, bevor die Wärmepumpe kommt.

→ Hybrid-Wärmepumpe im Detail

Bereit, Ihre Heizung zu ersetzen?

Sagen Sie uns, was für ein Gebäude Sie haben und wie Sie heute heizen. Wir kommen vorbei, rechnen die Heizlast durch und machen Ihnen eine klare Offerte – mit Brutto-Preis, Förderabzug und Netto-Investition. Keine Überraschungen.

Direktkontakt
Bym Solar GmbH
Münstergasse 35
3011 Bern
info@waermepumpebern.ch
Mo–Fr 08:00–17:00