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WB Wärmepumpe Bern
Bern · Mittelland Markenunabhängig Für schwierige Altbauten

Hybrid-Wärmepumpe in Bern

Eine Hybrid-Wärmepumpe verbindet eine Wärmepumpe — meist Luft-Wasser — mit einem zweiten Wärmeerzeuger, in der Regel einem Gas- oder Öl-Brennwertkessel. Ein intelligenter Regler entscheidet je nach Aussentemperatur, wer heizt: An milden Tagen die Wärmepumpe allein, an sehr kalten Tagen unterstützt der Kessel.

Das ist die realistische Lösung für Häuser, in denen eine reine Wärmepumpe wegen hoher Vorlauftemperatur (noch) nicht reicht — etwa im ungedämmten Altbau. Der Preis dafür: Solange ein fossiler Kessel mitheizt, gibt es keinen Kantonsbeitrag. Ein späterer Vollumstieg auf eine reine Wärmepumpe bleibt möglich.

Querschnitt eines Hybrid-Systems aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und Brennwertkessel
Investition brutto
ab CHF 40'000

Für welche Häuser in Bern eignet sich eine Hybrid-Wärmepumpe?

Eine Hybrid-Wärmepumpe ist kein Standardfall, sondern die gezielte Antwort auf ein konkretes Problem: ein Gebäude, das auch nach der Sanierung eine hohe Vorlauftemperatur braucht. Solange die Radiatoren über etwa 55 °C heisses Wasser verlangen und sich Dämmung oder Heizkörper nicht ohne Weiteres ändern lassen, stösst eine reine Wärmepumpe an ihre Grenze. Genau dort spielt die Hybrid-Lösung ihre Stärke aus.

Altbau mit hoher Vorlauftemperatur

Gebäude, deren Radiatoren auch nach der Sanierung über 55 °C brauchen — hier stösst eine reine Wärmepumpe an ihre Grenze.

Denkmalschutz & schwierige Dämmung

Wo die Fassade nicht gedämmt und die Heizkörper nicht getauscht werden dürfen, sichert der zweite Erzeuger die kalten Tage ab.

Übergang bis Fernwärme oder Sanierung

Sie wollen den fossilen Anteil deutlich senken, ohne sofort die ganze Heiztechnik zu ersetzen — etwa weil ein Anschluss ans Wärmenetz in wenigen Jahren absehbar ist.

Spitzenlast an sehr kalten Tagen

An den wenigen sehr kalten Tagen deckt der Brennwertkessel die Lastspitze — die Wärmepumpe muss nicht überdimensioniert werden.

Ehrlich gesagt: Für die meisten Häuser in Bern ist eine reine Luft-Wasser-Wärmepumpe die bessere Wahl — und die einzige, für die es Fördergeld gibt. Ob Ihr Gebäude wirklich eine Hybrid-Lösung braucht, zeigt die Heizlastberechnung — nicht das Bauchgefühl.

Vorteile und Grenzen auf einen Blick

Dafür spricht

  • Funktioniert auch dort, wo eine reine Wärmepumpe wegen hoher Vorlauftemperatur (noch) nicht reicht — etwa im ungedämmten Altbau.
  • Senkt den fossilen Verbrauch deutlich, weil die Wärmepumpe den grössten Teil des Jahres allein heizt.
  • Ein vorhandener Brennwertkessel kann oft eingebunden werden — das senkt die Investition gegenüber einem Komplettumbau.
  • Der spätere Vollumstieg auf eine reine Wärmepumpe bleibt offen, sobald Dämmung oder Heizkörper nachgezogen sind.
  • Die Wärmepumpe muss nicht auf die kältesten Tage ausgelegt werden — das hält Anlage und Schall kleiner.

Das sollten Sie wissen

  • Kein Kantonsbeitrag: Läuft ein Öl- oder Gaskessel weiter, ist die Anlage im Kanton Bern nicht förderberechtigt — der Beitrag wird nicht gekürzt, er entfällt ganz.
  • Auch der Zuschlag von Energie Wasser Bern fällt weg — gefördert wird dort der Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung, nicht ihr Weiterbetrieb.
  • Zwei Wärmeerzeuger bedeuten mehr Technik, Wartung und Abstimmung als eine reine Wärmepumpe.
  • Für die meisten Häuser in Bern ist eine reine Wärmepumpe die bessere Lösung — und die einzige, für die es Fördergeld gibt.
  • Das Aussengerät braucht — wie bei jeder Luft-Wasser-Wärmepumpe — einen schalltechnisch sinnvollen Standort.
Luft-Wasser-Aussengerät einer Hybrid-Wärmepumpe an einem Haus in der Region Bern

So arbeitet eine Hybrid-Wärmepumpe

Das Herzstück ist nicht die Hardware, sondern der Regler: Er entscheidet laufend, welcher Erzeuger gerade am effizientesten und günstigsten heizt. So läuft die Wärmepumpe so viel wie möglich, der Kessel nur, wenn er wirklich gebraucht wird.

Milde Tage
Welcher Erzeuger läuft
Wärmepumpe allein — sie deckt den grössten Teil des Wärmebedarfs effizient ab
Sehr kalte Tage
Welcher Erzeuger läuft
Zweiterzeuger (Gas- oder Öl-Brennwertkessel) unterstützt, wenn die Wärmepumpe an ihre Grenze kommt
Warmwasser
Welcher Erzeuger läuft
Je nach Auslegung über die Wärmepumpe oder den Zweiterzeuger — höhere Temperaturen sind problemlos möglich
Steuerung
Welcher Erzeuger läuft
Ein intelligenter Regler wählt nach Aussentemperatur, Effizienz und Kosten den günstigeren Erzeuger
Spitzenlast
Welcher Erzeuger läuft
Der Brennwertkessel deckt kurze Lastspitzen — die Wärmepumpe bleibt auf die Grundlast ausgelegt

Wie effizient ist eine Hybrid-Wärmepumpe?

Die Jahresarbeitszahl einer Hybrid-Anlage hängt vor allem vom Wärmepumpen-Deckungsgrad ab — also davon, welchen Anteil der Jahreswärme die Wärmepumpe liefert. Je höher dieser Anteil, desto besser die Gesamtbilanz. Ziel ist immer, die Wärmepumpe so viel wie möglich laufen zu lassen und den Brennwertkessel auf die wenigen sehr kalten Tage zu beschränken.

WP-Deckungsgrad
Typischer Wert
60 – 90 %
Bedeutung
Anteil der Jahreswärme, den die Wärmepumpe liefert
JAZ Wärmepumpenteil
Typischer Wert
3,0 – 4,0
Bedeutung
Jahresarbeitszahl des Wärmepumpen-Anteils
Vorlauftemperatur
Typischer Wert
auch > 55 °C
Bedeutung
Hohe Temperaturen deckt der Zweiterzeuger ab
Schallpegel
Typischer Wert
ca. 35 – 52 dB(A) in 1–3 m
Bedeutung
Wie bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Werte je nach Modell, Auslegung und Deckungsgrad. Orientierung zu Effizienz-Kennzahlen liefert die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz.

Mehr zu Prüfung und Qualitätssicherung bei der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz.

Hybridfähige Systeme — markenunabhängig

Wir arbeiten markenunabhängig. Welche Kombination zu Ihrem Haus passt, hängt von Heizlast, vorhandenem Kessel und Aufstellungsort ab.

Buderus Logano plus KBH192i.2
Kombination
Luft-WP + Gas-Brennwert
Einordnung
Hybridsystem des Herstellers, Wärmepumpe und Kessel über einen Hybridmanager geregelt
Buderus Logano plus KBH195i.2
Kombination
Luft-WP + Öl-Brennwert
Einordnung
Hybridsystem des Herstellers für Häuser mit Ölheizung
Wärmepumpe + bestehender Kessel
Kombination
Luft-WP aus unserem Sortiment + vorhandener Kessel
Einordnung
Der Kessel deckt die Spitzenlast an kalten Tagen, eine gemeinsame Regelung schaltet um

Herstellerangaben, Stand Oktober 2026. Welche Lösung passt, folgt aus der Heizlastberechnung und dem Zustand des bestehenden Kessels.

Was kostet eine Hybrid-Wärmepumpe in Bern?

Eine Hybrid-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus brutto rund CHF 40'000 bis 55'000 — je nachdem, ob ein bestehender Brennwertkessel eingebunden oder ein neuer gesetzt wird, inklusive Wärmepumpe, hydraulischer Einbindung, Regler, Montage und Inbetriebnahme.

Ehrlich zur Förderung: Läuft ein Öl- oder Gaskessel weiter, gibt es dafür keinen Kantonsbeitrag — auch keinen gekürzten. Der Kanton Bern fördert nur Wärmeerzeugungen, die eine Elektro-, Öl- oder Gasheizung ersetzen: Die alte Anlage muss samt Kessel und Brenner demontiert werden, 100 Prozent des Heizwärmebedarfs müssen durch Systeme mit erneuerbarer Energie gedeckt sein, und bis 100 kW Gesamtleistung ist keine fossile Spitzenlast erlaubt. Bei einer Hybrid-Anlage mit fossilem Zweiterzeuger ist brutto deshalb gleich netto.

Der Zuschlag von Energie Wasser Bern entfällt aus demselben Grund: Gefördert wird dort der Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung. Der Steuerabzug für energetische Massnahmen hängt dagegen nicht am Förderprogramm — ob und wie weit er greift, beurteilt die Steuerverwaltung. Was die förderberechtigten Systeme kosten, steht auf Wärmepumpe Kosten, die aktuellen Beiträge unter Förderung Kanton Bern.

Installation und Einbindung — und wer sich darum kümmert

Der Aufwand ist projektabhängig: Wird ein vorhandener Brennwertkessel weitergenutzt, bindet sich die Wärmepumpe ins bestehende System ein und die Montage bleibt überschaubar. Kommt ein neuer Kessel dazu, dauert es länger. Wie bei jeder Luft-Wasser-Wärmepumpe ist das Aussengerät im Kanton Bern baubewilligungspflichtig und braucht einen Lärmschutznachweis.

Wir prüfen, ob Ihr Gebäude die Hybrid-Lösung wirklich braucht oder ob sich ein Schritt weiter direkt eine reine Wärmepumpe lohnt — siehe Wärmepumpe im Altbau nachrüsten und Ölheizung ersetzen. Baugesuch und Einbindung organisieren wir mit unseren Partnern. Ein Fördergesuch reichen wir nur dort ein, wo der fossile Kessel verschwindet — bei einer Hybrid-Anlage wäre es aussichtslos. Sie haben einen Ansprechpartner von der Begehung bis zur Inbetriebnahme.

Häufige Fragen zur Hybrid-Wärmepumpe in Bern

Was ist eine Hybrid-Wärmepumpe?

Eine Hybrid-Wärmepumpe kombiniert zwei Wärmeerzeuger: eine Wärmepumpe — meist Luft-Wasser — und einen zweiten Erzeuger, in der Regel einen bestehenden oder neuen Gas- oder Öl-Brennwertkessel. Ein intelligenter Regler schaltet je nach Aussentemperatur und Bedarf zwischen beiden: An milden Tagen heizt die Wärmepumpe allein, an sehr kalten Tagen unterstützt der Brennwertkessel.

Luft-Wasser-Wärmepumpe im Detail

Für wen lohnt sich eine Hybrid-Wärmepumpe?

Eine Hybrid-Lösung lohnt sich vor allem für Altbauten mit hoher Vorlauftemperatur, für denkmalgeschützte Gebäude und überall dort, wo eine reine Wärmepumpe wegen schwieriger Dämmung (noch) nicht ausreicht. Ehrlich gesagt: Für die meisten Häuser in Bern ist eine reine Wärmepumpe die bessere Wahl. Hybrid ist die realistische Lösung für bestimmte, schwierige Gebäude — zum Preis, dass der Kantonsbeitrag entfällt.

Wärmepumpe im Altbau nachrüsten

Wird eine Hybrid-Wärmepumpe in Bern gefördert?

Nein — nicht, solange ein fossiler Kessel mitheizt. Der Kanton Bern fördert nur Wärmeerzeugungen, die eine Elektro-, Öl- oder Gasheizung ersetzen: Die bestehende Heizung muss samt Kessel und Brenner vollständig demontiert werden, 100 Prozent des Heizwärmebedarfs des gesamten Gebäudes müssen durch Systeme mit erneuerbarer Energie gedeckt sein, und bis 100 kW Gesamtleistung ist keinerlei fossile Spitzenlast erlaubt. Ein weiterlaufender Gas- oder Ölkessel schliesst den Kantonsbeitrag damit aus — er wird nicht gekürzt, sondern fällt ganz weg. Dasselbe gilt für den Zuschlag von Energie Wasser Bern, der ebenfalls den Ersatz der fossilen Heizung voraussetzt. Bivalenter Betrieb ist erst über 70 kW förderbar, und auch dann nur mit einem zweiten erneuerbaren Heizsystem. Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen läuft über genau diese kantonalen Bedingungen — ein separater Bundesbeitrag, den Sie zusätzlich beantragen könnten, existiert nicht.

Förderung im Kanton Bern

Hybrid-Wärmepumpe oder reine Wärmepumpe — was ist besser?

In den meisten Fällen ist eine reine Wärmepumpe besser: Sie ist vollständig fossilfrei, sie wird gefördert und sie hat tiefere Betriebskosten. Eine Hybrid-Wärmepumpe ist dann sinnvoll, wenn die Vorlauftemperatur ohne grossen Umbau über 55 °C bleibt oder ein Brennwertkessel für eine überschaubare Übergangszeit weitergenutzt werden soll — etwa bis zum Anschluss ans Wärmenetz. Den entgangenen Kantonsbeitrag rechnen wir dabei offen gegen die gesparte Investition. Wir sagen Ihnen bei der Begehung ehrlich, welcher Weg zu Ihrem Haus passt.

Reine Luft-Wasser-Wärmepumpe

Was kostet eine Hybrid-Wärmepumpe in Bern?

Im Einfamilienhaus liegt die Brutto-Investition bei rund CHF 40'000 bis 55'000 — abhängig davon, ob ein bestehender Brennwertkessel eingebunden oder ein neuer gesetzt wird. Weil der Kantonsbeitrag entfällt, zahlen Sie diesen Betrag voll: Brutto ist gleich netto. Eine reine Luft-Wasser-Wärmepumpe startet brutto bei CHF 35'000 und ist förderberechtigt — vergleichen Sie deshalb die Nettobeträge, nicht die Bruttopreise.

Detaillierte Kostenübersicht

Kann man später auf eine reine Wärmepumpe umstellen?

Ja. Eine Hybrid-Wärmepumpe ist oft ein Zwischenschritt: Sobald Dämmung oder Heizkörper so weit nachgezogen sind, dass die Vorlauftemperatur unter rund 55 °C bleibt, kann der fossile Zweiterzeuger stillgelegt werden — die Wärmepumpe heizt dann allein. Rechnen Sie aber nicht damit, den Kantonsbeitrag später nachzuholen: Gefördert wird die neue Wärmeerzeugung, und das Gesuch muss vor Baubeginn eingereicht sein. Wir planen die Anlage von Anfang an so, dass dieser spätere Vollumstieg möglich bleibt.

Altbau für die Wärmepumpe nachrüsten

Bereit, Ihre Heizung zu ersetzen?

Sagen Sie uns, was für ein Gebäude Sie haben und wie Sie heute heizen. Wir kommen vorbei, rechnen die Heizlast durch und machen Ihnen eine klare Offerte – mit Brutto-Preis, Förderabzug und Netto-Investition. Keine Überraschungen.

Direktkontakt
JAO Haustechnik
Brünnenstrasse 37
3018Bern
info@waermepumpebern.ch
Mo–Fr 08:00–17:00